Keine Behinderung, sondern ein Zusatz – Down-Syndrom-Ausstellung bei MEKRA Lang in Ergersheim

Mit den Worten „Wieso werden Menschen mit Down-Syndrom eigentlich als behindert bezeichnet?“ eröffnete die geschäftsführende Gesellschafterin von MEKRA Lang Susanne Lang die Ausstellung „Trisomie 21 Zuhause“ auf dem Firmengelände. Diese Menschen haben oft eine besondere Begabung und können auf anderen Gebieten Ähnliches erreichen wie die sogenannte Norm.

Nicht wenige waren emotional sehr berührt beim Betrachten der wunderschönen Fotoausstellung. Portraits zeigten die Kinder im privaten Umfeld. Die Eltern schrieben bewegende Texte über die Diagnose, erste Reaktionen und das Leben mit ihren Kindern, die Down-Syndrom haben. Die Bilder und Texte zeigen, dass auch mit dem „Zusatz“ ein reiches und schönes Familienleben möglich ist.

Buntes und umfangreiches Rahmenprogramm

Die Idee einer Fotoausstellung kam von der Down-Syndrom-Gruppe Ansbach. Als die Idee an Susanne Lang herangetragen wurde, war diese sofort Feuer und Flamme: „Mir liegen die Schicksale dieser Menschen besonders am Herzen. Wir unterstützen daher alle Bestrebungen, die Betroffenen durch das Leben zu begleiten.“ Alle Einnahmen der Veranstaltung werden deshalb von MEKRA Lang verdoppelt und an das Down-Syndrom InfoCenter und die Diakoneo Frühförderstelle gespendet.

Die Veranstaltung bot außerdem die Möglichkeit, mit Experten der Lebenshilfe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, den Lebenshilfe Werkstätten Ansbach und der Diakoneo Frühförderstelle über Trisomie 21 zu sprechen und sich mit Eltern auszutauschen.

Mit der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Uffenheim gab es die Möglichkeit einen einmaligen Blick über Ergersheim und Umgebung zu erhaschen. Für die Kinder war eine Hüpfburg aufgebaut. Die SpVgg Greuther Fürth bot Torwandschießen an und brachte ihr Maskottchen Eddy mit, das für Fotos jeder Art bereitstand. Auch eine Fahrt mit dem Vision Truck war möglich.

An den Stationen Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen und Tasten konnten die Kinder ihre Sinne testen und verschiedene Aufgaben bewältigen.

Insgesamt besuchten rund 500 Menschen die Veranstaltung. Ein Tag, an dem Inklusion wirklich gelebt wurde, Berührungsängste beseitigt und das Thema Down-Syndrom enttabuisiert wurde.

Was diesen Tag besonders machte, war das gemeinsame Engagement aller Anwesenden. Wir möchten uns herzlich bei der Gartenwelt Dauchenbeck, den Blütenenergien nach Dr. Bach, dem Frieda Lang Haus, der SpVgg Greuther Fürth, der Firma Hartmann, Diakoneo, der Lebenshilfe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, den West-Mittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten Ansbach, Metallbau Rentz, dem Genusswerk und der Freiwillige Feuerwehr Uffenheim sowie den Eltern der Down-Syndrom Gruppe Ansbach bedanken!

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